WebWerkstube

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Fassung 1.1 vom 03.09.2026

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

1.1 Diese Bedingungen gelten für alle Angebote, Aufträge und Verträge zwischen dem Anbieter und dem Auftraggeber über Leistungen der Web Werkstube, insbesondere Erstellung und Modernisierung von Websites, Corporate-Identity-Leistungen sowie die Vermittlung von Domain und Speicherplatz.

1.2 Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsinhalt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich in Textform zu.

1.3 Diese Bedingungen sind auf Verträge mit Unternehmern zugeschnitten. Ist der Auftraggeber Verbraucher im Sinne des § 1 KSchG – das kann auch auf einen Idealverein zutreffen, der kein Unternehmen betreibt –, gelten die zwingenden Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes und des Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetzes (FAGG) vorrangig. Punkt 21 enthält die Widerrufsbelehrung für diesen Fall.

1.4 Diese Bedingungen werden dem Auftraggeber vor Vertragsabschluss übermittelt und sind jederzeit unter webwerkstube.at/agb abrufbar. Ein Hinweis erst auf der Rechnung oder auf einem Lieferschein macht sie nicht zum Vertragsbestandteil.

2. Angebot und Vertragsabschluss

2.1 Darstellungen auf der Website, Preislisten und Paketübersichten sind unverbindliche Einladungen zur Anfrage, kein bindendes Angebot.

2.2 Der Anbieter erstellt auf Grundlage der Anfrage ein schriftliches Angebot mit Leistungsbeschreibung und Festpreis. An dieses Angebot hält sich der Anbieter, sofern nichts anderes angegeben ist, 30 Tage gebunden.

2.3 Der Vertrag kommt mit der Annahme des Angebots durch den Auftraggeber in Textform (E-Mail genügt) zustande. Der Anbieter bestätigt den Eingang der Annahme; diese Bestätigung ist keine zusätzliche Voraussetzung für das Zustandekommen des Vertrags.

2.4 Was nicht im Angebot steht, ist nicht geschuldet. Zusatzwünsche werden gesondert angeboten und beauftragt.

2.5 Der Anbieter ist nicht verpflichtet, ein Angebot zu legen. Anfragen können ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Eine Ablehnung aus Gründen, die nach dem Gleichbehandlungsgesetz unzulässig wären, erfolgt nicht.

3. Leistungsumfang

3.1 Der Leistungsumfang ergibt sich ausschließlich aus dem Angebot und der Auftragsbestätigung.

3.2 Der Anbieter ist in der Wahl der technischen Mittel frei, soweit im Angebot nichts anderes festgelegt ist.

3.3 Der Anbieter darf Dritte (z. B. Hosting-Anbieter, Fotografen, Texter) beiziehen. Verträge über Fremdleistungen werden im Namen und auf Rechnung des Auftraggebers geschlossen, wenn das ausdrücklich vereinbart ist; andernfalls bleibt der Anbieter Vertragspartner des Dritten.

3.4 Suchmaschinenplatzierungen, Besucherzahlen, Umsätze oder wirtschaftliche Erfolge sind nicht geschuldet und werden nicht zugesagt.

3.5 Barrierefreiheit nach dem Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) und den WCAG 2.1 auf Stufe AA ist nur dann geschuldet, wenn sie im Angebot ausdrücklich als Leistung vereinbart ist. Ohne eine solche Vereinbarung wird eine handwerklich saubere, aber nicht förmlich geprüfte Umsetzung geschuldet. Ob der Auftraggeber den Pflichten des BaFG unterliegt oder unter eine Ausnahme fällt, beurteilt er selbst; der Anbieter erbringt dazu keine rechtliche Beurteilung.

3.6 Laufende Betreuung. Ist eine laufende Betreuung vereinbart, umfasst sie den im Angebot beschriebenen Umfang, insbesondere Aktualisierungen sowie kleinere Text- und Bildänderungen im Rahmen des dort festgelegten Stundenkontingents je Abrechnungszeitraum. Nicht verbrauchte Stunden werden in den folgenden Abrechnungszeitraum übertragen und können dort noch genutzt werden; danach verfallen sie. Bei Vertragsende werden nicht verbrauchte Stunden nicht ausbezahlt.

3.7 Neue Seiten, neue Funktionen, Umgestaltungen sowie alle Arbeiten, die über das vereinbarte Stundenkontingent hinausgehen, sind nicht von der laufenden Betreuung umfasst. Sie werden nach Aufwand abgerechnet — nach vorheriger Ankündigung und nur, wenn der Auftraggeber ihnen zustimmt. Ohne Zustimmung entsteht kein zusätzlicher Anspruch auf Entgelt und keine Pflicht zur Leistung.

4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

4.1 Der Auftraggeber stellt alle für die Leistung nötigen Inhalte rechtzeitig, vollständig und in verwendbarer Form bereit: Texte, Bilder, Logos, Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Preise sowie die auf seiner Website erforderlichen Rechtstexte.

4.2 Der Auftraggeber sichert zu, dass er über alle erforderlichen Rechte an den übergebenen Inhalten verfügt – insbesondere Urheber-, Marken-, Namens- und Persönlichkeitsrechte sowie die Rechte an abgebildeten Personen. Er hält den Anbieter hinsichtlich Ansprüchen Dritter aus der Verwendung dieser Inhalte schad- und klaglos.

4.3 Es obliegt dem Auftraggeber, die Leistung auf ihre rechtliche, insbesondere wettbewerbs-, marken-, urheber- und verwaltungsrechtliche Zulässigkeit zu prüfen. Der Anbieter ist nur zu einer Grobprüfung verpflichtet und weist auf erkennbaren Prüfbedarf hin.

4.4 Kommt der Auftraggeber seinen Mitwirkungspflichten trotz Aufforderung und angemessener Nachfrist nicht nach, verschieben sich vereinbarte Termine entsprechend. Der Anbieter kann nach Ablauf einer weiteren Nachfrist von 14 Tagen vom Vertrag zurücktreten und die bis dahin erbrachten Leistungen abrechnen.

5. Termine

5.1 Termine sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als verbindlich vereinbart wurden.

5.2 Verzögerungen, die auf fehlende Zulieferungen des Auftraggebers, auf Änderungswünsche oder auf Umstände außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters zurückgehen, verlängern die Fristen angemessen.

6. Entwürfe, Korrekturen und Abnahme

6.1 Im Festpreis sind zwei Korrekturrunden enthalten. Weitere Änderungswünsche werden nach Aufwand verrechnet; der Anbieter weist vorab darauf hin.

6.2 Nach Fertigstellung wird die Leistung zur Abnahme vorgelegt. Meldet ein unternehmerischer Auftraggeber innerhalb von 14 Tagen keine wesentlichen Mängel, gilt die Leistung als abgenommen; der Anbieter weist bei der Vorlage gesondert und ausdrücklich auf diese Wirkung und auf den Fristbeginn hin. Gegenüber Verbrauchern gilt keine Abnahmefiktion; dort ist eine ausdrückliche Abnahme erforderlich.

6.3 Der Auftraggeber prüft insbesondere Texte, Preise, Öffnungszeiten und Kontaktdaten auf inhaltliche Richtigkeit. Für inhaltliche Fehler in vom Auftraggeber gelieferten oder freigegebenen Angaben haftet der Anbieter nicht.

7. Konzept- und Ideenschutz

7.1 Präsentierte Entwürfe, Konzepte und Ideen bleiben bis zur vollständigen Bezahlung geistiges Eigentum des Anbieters.

7.2 Werden präsentierte Konzepte ohne Auftragserteilung ganz oder in wesentlichen Teilen genutzt, ist dafür ein angemessenes Honorar zu zahlen.

8. Preise und Zahlung

8.1 Es gelten die im Angebot genannten Preise. Der Anbieter ist Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994. Es wird keine Umsatzsteuer berechnet und in Rechnungen nicht ausgewiesen. Alle genannten Preise sind daher Endpreise.

8.2 Sofern nichts anderes vereinbart ist, wird die Hälfte des Honorars bei Auftragserteilung und der Rest bei Übergabe fällig. Rechnungen sind binnen 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zu bezahlen.

8.3 Laufende Leistungen wie Speicherplatz, Domain oder Wartung werden im Voraus für den vereinbarten Zeitraum verrechnet.

8.4 Barauslagen und Fremdleistungen werden gesondert verrechnet, sofern sie nicht ausdrücklich im Festpreis enthalten sind.

9. Zahlungsverzug und Eigentumsvorbehalt

9.1 Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Gegenüber Unternehmern gilt § 456 UGB.

9.2 Für die zweite und jede weitere Mahnung werden Mahnspesen von 20 Euro je Mahnschreiben verrechnet, höchstens jedoch für zwei Mahnungen und nur, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig und im Verhältnis zur Höhe der Forderung angemessen sind (§ 1333 Abs. 2 ABGB, § 6 Abs. 1 Z 15 KSchG). Weitergehende notwendige Betreibungs- und Einbringungskosten bleiben davon unberührt.

9.3 Alle gelieferten Werke bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Anbieters. Nutzungsrechte gehen erst mit vollständiger Zahlung über.

9.4 Der Anbieter wird laufende Leistungen bei Zahlungsverzug nicht ohne Vorankündigung abschalten. Eine Einstellung erfolgt frühestens 14 Tage nach einer schriftlichen Mahnung mit ausdrücklichem Hinweis auf die bevorstehende Einstellung.

10. Vorzeitige Beendigung

10.1 Beide Seiten können den Vertrag aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung auflösen.

10.2 Löst der Auftraggeber den Vertrag ohne wichtigen Grund vorzeitig auf, sind die bis dahin erbrachten Leistungen nach Aufwand zu vergüten.

10.3 Dauerschuldverhältnisse (Wartung, Speicherplatz) können von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden, sofern nichts anderes vereinbart ist.

10.4 Auch der Anbieter kann einen laufenden Auftrag ohne Angabe von Gründen vorzeitig beenden. In diesem Fall verzichtet er auf die Vergütung der bis dahin erbrachten Leistungen; bereits geleistete Zahlungen werden vollständig zurückerstattet. Fertiggestellte Arbeitsergebnisse werden dem Auftraggeber auf dessen Wunsch herausgegeben. Weitergehende Ansprüche des Auftraggebers wegen der Beendigung sind ausgeschlossen, soweit den Anbieter kein grobes Verschulden trifft.

10.5 Von Absatz 10.4 unberührt bleibt die Auflösung aus wichtigem Grund nach 10.1. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Auftraggeber trotz Aufforderung nicht mitwirkt, Zahlungen mehr als 30 Tage ausstehen oder die Fortsetzung der Zusammenarbeit aus anderen Gründen unzumutbar ist.

11. Nutzungsrechte, Urheberrecht und Einsatz künstlicher Intelligenz

11.1 Mit vollständiger Bezahlung erhält der Auftraggeber das räumlich und zeitlich unbeschränkte, nicht ausschließliche Recht, die erstellten Werke für den vereinbarten Zweck zu nutzen.

11.2 Eine Weitergabe oder ein Weiterverkauf an Dritte sowie die Nutzung für andere Marken oder Unternehmen des Auftraggebers bedürfen einer gesonderten Vereinbarung.

11.3 Wird ein Werk ohne die erforderliche Nutzungsvereinbarung verwendet, ist das für diese Nutzung angemessene Honorar zu zahlen.

11.4 Bei der Erstellung können Werkzeuge mit künstlicher Intelligenz eingesetzt werden, etwa für Text-, Bild- oder Codeentwürfe. Der Anbieter weist darauf hin, dass an Ergebnissen, die überwiegend von künstlicher Intelligenz erzeugt wurden, nach derzeitiger österreichischer Rechtslage kein Urheberrecht entstehen kann. Solche Ergebnisse sind daher gegenüber Dritten nicht urheberrechtlich geschützt. Auf Wunsch verzichtet der Anbieter auf den Einsatz solcher Werkzeuge; das ist vor Auftragserteilung bekanntzugeben.

11.5 Verwendete Schriften, Fotos und Symbole werden nur mit gültiger Lizenz eingesetzt. Der Umfang der Lizenz wird bei der Übergabe dokumentiert.

12. Domain

12.1 Domains werden auf Wunsch im Namen und für den Auftraggeber registriert. Inhaber der Domain ist stets der Auftraggeber, nicht der Anbieter.

12.2 Für die Registrierung gelten zusätzlich die Bedingungen der jeweiligen Registrierungsstelle. Ein Anspruch auf eine bestimmte Domain besteht nicht.

12.3 Der Auftraggeber sorgt selbst dafür, dass die bei der Registrierungsstelle hinterlegten Inhaberdaten richtig und vollständig sind.

13. Speicherplatz und E-Mail

13.1 Wird Speicherplatz oder ein E-Mail-Postfach mitvermietet, erbringt der Anbieter diese Leistung über einen Rechenzentrumsbetreiber in der Europäischen Union.

13.2 Eine Verfügbarkeit von 100 Prozent kann nicht zugesagt werden. Wartungsfenster werden nach Möglichkeit vorab angekündigt.

13.3 Der Auftraggeber ist für die auf dem Speicherplatz abgelegten Inhalte verantwortlich. Rechtswidrige Inhalte dürfen nicht abgelegt werden.

13.4 Der Auftraggeber ist verpflichtet, eigene Sicherungskopien seiner Inhalte zu führen. Der Anbieter führt Sicherungen nur, soweit das ausdrücklich vereinbart ist.

14. Daten bei Vertragsende

14.1 Bei Beendigung des Vertrags erhält der Auftraggeber auf Wunsch die Website-Dateien und die Inhalte der Datenbank in einem gängigen Format.

14.2 Zugangsdaten, die der Auftraggeber übergeben hat, werden nach Abschluss des Auftrags gelöscht, sofern keine laufende Betreuung vereinbart ist.

14.3 Der Anbieter behält die Daten nicht zurück, um Zahlungsansprüche durchzusetzen. Fällige Forderungen werden auf dem dafür vorgesehenen Weg betrieben.

15. Gewährleistung

15.1 Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.

15.2 Gegenüber Unternehmern wird die Gewährleistungsfrist auf ein Jahr ab Übergabe verkürzt; Mängel sind binnen 14 Tagen ab Entdeckung schriftlich zu rügen. Gegenüber Verbrauchern bleibt es uneingeschränkt bei den gesetzlichen Fristen und Rechten.

15.3 Keine Mängel der geschuldeten Leistung sind: Abweichungen in der Darstellung zwischen verschiedenen Browsern, Geräten oder Bildschirmgrößen, soweit die vereinbarte Funktion erhalten bleibt; Änderungen, die der Auftraggeber selbst oder ein von ihm beauftragter Dritter vorgenommen hat. Störungen bei Diensten Dritter sind kein Mangel, soweit der Anbieter sie nicht zu vertreten hat; gegenüber Verbrauchern bleiben die gesetzlichen Gewährleistungsrechte davon unberührt.

16. Rechtstexte und keine Rechtsberatung

16.1 Der Anbieter erbringt keine Rechtsberatung. Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, Widerrufsbelehrung und sonstige Rechtstexte für die Website des Auftraggebers sind vom Auftraggeber beizustellen.

16.2 Der Anbieter baut beigestellte Rechtstexte technisch ein und verlinkt sie. Er prüft sie nicht auf inhaltliche Richtigkeit und übernimmt dafür keine Haftung.

16.3 Der Anbieter wirbt nicht mit „rechtssicher", „abmahnsicher" oder „100 Prozent DSGVO-konform" und schuldet ein solches Ergebnis auch nicht.

16.4 Werden bestehende Rechtstexte übernommen, weist der Anbieter darauf hin, dass diese durch neue Funktionen (etwa Kontaktformular, Buchung, Statistik) unrichtig werden können und vom Auftraggeber zu aktualisieren sind.

17. Warnpflicht

17.1 Erkennt der Anbieter, dass Anweisungen oder beigestellte Unterlagen des Auftraggebers für das Werk untauglich sind oder ein rechtliches Risiko bergen, weist er den Auftraggeber darauf in Textform hin (§ 1168a ABGB).

17.2 Besteht der Auftraggeber nach einer solchen Warnung auf der Umsetzung, erfolgt diese auf sein Risiko. Die Warnung und die Entscheidung des Auftraggebers werden dokumentiert.

17.3 Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass für viele Websites seit 28.06.2025 das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) gilt und Verstöße mit Geldstrafen bedroht sind. Ob der Auftraggeber davon erfasst ist oder unter die Ausnahme für Kleinstunternehmen fällt, muss er selbst prüfen lassen. Wird Barrierefreiheit nicht ausdrücklich beauftragt, gilt Punkt 3.5.

18. Haftung

Der Anbieter haftet für Schäden, die er vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat, nach den gesetzlichen Bestimmungen. Für leichte Fahrlässigkeit wird die Haftung ausgeschlossen, soweit es sich nicht um Personenschäden handelt.

Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie die Haftung für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit bleiben in jedem Fall unberührt.

Gegenüber Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) gilt: Schadenersatz für Personenschäden wird nie ausgeschlossen oder beschränkt, ebenso wenig die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Alle in diesen Bedingungen genannten Haftungsausschlüsse und -beschränkungen betreffen daher gegenüber Verbrauchern ausschließlich leicht fahrlässig verursachte Sachschäden. Eine Beschränkung der Gewährleistung zum Nachteil des Verbrauchers vor Kenntnis des Mangels findet nicht statt (§ 9 KSchG).

Der Anbieter haftet nicht für Schäden aus dem Ausfall von Diensten Dritter (Hosting, Domain, Plattformen), soweit ihn daran kein Verschulden trifft.

Gegenüber Unternehmern ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Sachschäden mit dem Auftragswert des betroffenen Auftrags begrenzt, mindestens jedoch mit 1.500 Euro; bei laufenden Leistungen mit dem Entgelt der letzten zwölf Monate. Diese Begrenzung gilt nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder Personenschäden.

19. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

19.1 Beide Seiten halten die datenschutzrechtlichen Bestimmungen ein.

19.2 Betreut, hostet oder wartet der Anbieter eine Website des Auftraggebers und hat er dabei Zugriff auf personenbezogene Daten, wird er als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO tätig. In diesem Fall wird vor Aufnahme der Tätigkeit ein Auftragsverarbeitungsvertrag abgeschlossen. Ohne diesen Vertrag wird die Tätigkeit nicht aufgenommen.

19.3 Zugangsdaten werden ausschließlich über einen verschlüsselten Weg übergeben, nicht per unverschlüsselter E-Mail oder Messenger.

20. Referenznennung

20.1 Der Anbieter darf die für den Auftraggeber erstellten Werke als Referenz zeigen, verlinken und dabei den Namen des Auftraggebers nennen – auf der eigenen Website, in Angeboten und in sozialen Netzwerken.

20.2 Der Auftraggeber kann dem jederzeit in Textform widersprechen. Der Anbieter entfernt die Referenz dann innerhalb angemessener Frist.

20.3 Am unteren Rand der erstellten Website bringt der Anbieter einen kleinen Hinweis „Website von webwerkstube.at" mit Logo und Link an. Diese Nennung ist als Werbenennung des Anbieters vereinbart und im Angebot ausdrücklich angeführt; soweit das Werk eigenschöpferische Anteile hat, stützt sie sich zusätzlich auf das Recht auf Urhebernennung (§ 20 UrhG).

20.4 Der Auftraggeber kann die Nennung jederzeit formlos ablehnen – vor Auftragserteilung oder auch später. Der Anbieter entfernt sie dann kostenlos innerhalb von 14 Tagen. Ein Entgelt für die Entfernung wird nicht verrechnet.

20.5 Der Hinweis wird dezent gestaltet und beeinträchtigt weder Inhalt noch Funktion der Website.

21. Rücktrittsrecht für Verbraucher

Ist der Auftraggeber Verbraucher im Sinne des § 1 KSchG und wurde der Vertrag ausschließlich über Fernkommunikationsmittel oder außerhalb der Geschäftsräume des Anbieters geschlossen, gilt Folgendes:

Widerrufsrecht

Verbraucher im Sinne des § 1 KSchG haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen von diesem Vertrag zurückzutreten. Die Frist beträgt bei Verträgen über Dienstleistungen und digitale Inhalte 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um das Widerrufsrecht auszuüben, genügt eine eindeutige Erklärung (zum Beispiel per E-Mail) an:

Robert Thalhammer, Grabengasse 13/3/2, 2630 Ternitz, Österreich
Telefon: +43 650 666 06 09, E-Mail: office@webwerkstube.at

Dafür kann das unten abgedruckte Muster-Widerrufsformular verwendet werden, das aber nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung der Erklärung.

Folgen des Widerrufs

Im Fall eines wirksamen Widerrufs werden alle erhaltenen Zahlungen unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen ab Zugang der Widerrufserklärung, zurückerstattet. Für die Rückzahlung wird dasselbe Zahlungsmittel verwendet wie bei der ursprünglichen Zahlung; dafür fallen keine Entgelte an.

Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück. Die Verwendung dieses Formulars ist nicht verpflichtend.)

An Robert Thalhammer, Grabengasse 13/3/2, 2630 Ternitz, Österreich, E-Mail: office@webwerkstube.at

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*) / die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):

_________________________________________________

Bestellt am (*) / erhalten am (*): ______________

Name des/der Verbraucher(s): ______________

Anschrift des/der Verbraucher(s): ______________

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ______________

Datum: ______________

(*) Unzutreffendes streichen.

Der Anbieter beginnt vor Ablauf der 14-tägigen Rücktrittsfrist nur dann mit der Arbeit, wenn der Verbraucher das ausdrücklich verlangt hat; dieses Verlangen wird in Textform (E-Mail genügt) festgehalten und mit der Auftragsbestätigung dokumentiert (§ 10 FAGG). Tritt der Verbraucher danach innerhalb der Frist zurück, hat er den anteiligen Betrag für die bis dahin erbrachte Leistung zu zahlen (§ 16 FAGG). Ist die Leistung vor Ablauf der Frist bereits vollständig erbracht, erlischt das Rücktrittsrecht, sofern der Verbraucher vor Beginn zugestimmt und zur Kenntnis genommen hat, dass er es damit verliert (§ 18 Abs. 1 Z 1 FAGG). Ohne dieses Verlangen beginnt die Arbeit erst nach Ablauf der Rücktrittsfrist.

22. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch der Schutz nicht entzogen wird, der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).

Für Klagen gegen Verbraucher gilt ausschließlich der gesetzliche Gerichtsstand nach § 14 KSchG. Verbraucher können den Anbieter wahlweise an dessen Sitz oder an ihrem eigenen Wohnsitz klagen.

23. Schlussbestimmungen

Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Gegenüber Verbrauchern gilt an Stelle der unwirksamen Bestimmung die gesetzliche Regelung.

Änderungen und Ergänzungen dieser Bedingungen bedürfen der Textform. Gegenüber Verbrauchern gilt: Formlose Erklärungen des Anbieters und mündliche Zusagen bleiben wirksam (§ 10 Abs. 3 KSchG).

Anbieter und vollständige Anschrift

Robert Thalhammer
Grabengasse 13/3/2
2630 Ternitz
Niederösterreich, Österreich
Telefon: +43 650 666 06 09
E-Mail: office@webwerkstube.at
UID-Nummer: ATU83353719